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EUDEC 2008

Bild, 23. August 2005

Leipzig kriegt erste Schule ohne Lehrer

Lehrer? Wer braucht schon Lehrer?! Unsere Kinder sind doch selbst klug genug.

Und darum wird am 27. August in Thekla Leipzigs erste Schule ohne Lehrer eröffnet - die "Sudbury-Schule Halle-Leipzig".

Das Prinzip: Die Kinder entscheiden selbst, was sie gerade lernen wollen, helfen sich gegenseitig. Ob nun Angeln, Schreiben, Töpfern oder Rechnen. Dabei stehen ihnen erwachsene Betreuer zur Seite, die auch mal stundenweise einen echten Lehrer für die kleinen mieten.

Die Idee stammt aus Amerika. 1968 wurde in Massachusetts die erst Sudbury-Valley-School gegründet, weltweit gibt es mittlerweile 40. "Das Konzept hat Erfolg, weil effektives Lernen nur stattfindet, wenn man es selbst will", sagt Uwe Hartung (44), Verkäufer aus Leipzig und Sudbury-Mitbegründer.

Schon 35 Schüler zwischen 3 bis 18 Jahren haben sich angemeldet, ihren Eltern ist der pädagogische Sonderweg 198 Euro Schulgeld im Monat wert. Obwohl längst noch nicht klar ist, wie es nach dem Eröffnungsfest weitergeht. Denn das Regionalschulamt will die Sudbury-Kinder nicht von der normalen Schulpflicht befreien.

"Weil der planmäßige Unterricht fehlt und die Mitarbeiter über kein Lehramts-Staatsexamen verfügen", so Vize-Chef Gerd Kusserow (40). Als ob das so wichtig wäre.


Hubertus Müller

Ansprechpartner

Ronny Lier
ronny.lier@sudbury-hl.de

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